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Tierschutz in Italien

LEGA PRO ANIMALE - Ein Kastrationsprojekt mit Erfolg!

Texte und Fotos © by Norbert Steins

 

„Basta con i cuccioli – Sterilizzateci!“ - „Schluss mit der Welpenschwemme – kastriert!“

„Canile = Carcere!“ - „Tierheim = Gefängnis!“

      

Die beiden Aufkleber sind das Programm der LEGA PRO ANIMALE, einem Kastrationszentrum in der italienischen Provinz Caserta, etwa 40 km nördlich von Neapel. Ihr erklärtes Ziel ist es, das weltweite Problem Streunerhunde und wildlebende Katzen durch konzertierte Kastrationsaktionen in Zusammenarbeit mit allen Interessensverbänden in den Griff zu bekommen.

Die trotz Verbots in Italien häufig immer noch gängige Praxis, die Tiere gewaltsam zu töten bzw. den schnellen Tod herbei zu führen, ist nicht nur inhuman und ethisch stark zweifelhaft. Sie löst vor allem das Problem nicht. Denn die übrig gebliebenen Tiere des Rudels tun dank fehlender Kastration ihr bestes, um die entstandenen Lücken wieder zu füllen.

Dr. Dorothea Friz, eine in Franken geborene Tierärztin, fasst das Problem daher an der Wurzel: „Nur die Unfruchtbarkeit führt auf die Dauer zu einem spürbaren Rückgang herrenloser Tiere“, so sagt die international anerkannte Fachfrau.

Eine Katze z.B. ist in der Lage, in 10 Jahren bis zu 1 Million direkte und indirekte Nachkommen zu zeugen. Dies macht das ganze Ausmaß des Problems deutlich. Daher ist die Kastration jedes einzelnen Tieres gleichbedeutend mit der Vermeidung unendlichen Leids. 

Als sie ihre Theorie den Vorständen italienischer Tierheime, in denen sie zeitweise aktiv war, zu Gehör brachte, erntete sie ein mitleidiges Lächeln.

Also nutzte sie die Gunst einer Gönnerin und erbaute 1989 die Kastrationsklinik LEGA PRO ANIMALE auf einem frei stehenden Grundstück zwischen Castel Volturno und Mondragone, nicht weit von der Küste des Tyrrhenischen Meeres entfernt. Dem schloss sich alsbald ein Tierheim an, in dem die Tiere nach Maßgabe der European Convention for the protection of pet animals von 1987 (125. Straßburger Konvention – siehe hierzu den Text auf www.legaproanimale.de) gehalten werden.

 

In der Satzung liest man, dass die LEGA PRO ANIMALE ein italienischer Non-Profit-Verein mit folgenden Zielen ist:

Kastration möglichst vieler Hunde und Katzen

Aufklärung der Bevölkerung

Anwendung des bestehenden Tierschutzgesetzes

Vermittlung möglichst vieler herrenloser Tiere

In den letzten 20 Jahren hat die Judikative in Italien Tieren einen weitaus höheren Stellenwert zugestanden. Das Ergebnis ist ein nationales Tierschutzgesetz, was besser ist als das der Schweiz und dem auch das deutsche TierschG in mancherlei Hinsicht nicht das Wasser reichen kann. So besteht z. B. eine Kennzeichnungspflicht für Hunde (Chip). Das Einschläfern aus nichtigen Gründen ist nicht mehr erlaubt. Und: Amtstierärzte sind verpflichtet, Fundtiere kostenlos zu kastrieren. Doch was nutzt die lobenswerte Theorie, wenn deren Umsetzung häufig wirkungslos bleibt?

Das an sich gute Gesetz wird nur schlecht interpretiert. Ein Beispiel: Die Tierheime werden mit ca. 6 EUR subventioniert – pro Hund und Tag (!!). Ziel dieser Subvention ist es laut Gesetz, den Hunden ein artgerechtes Leben im Tierheim zu ermöglichen. Die „Tierheime“: Das sind meist canide Verwahrungsstätten ohne jeden Anspruch an eine wirklich artgerechte Unterbringung. Jeder kann ein solches Tier“heim“ auf die Beine stellen – eine Art Sachkundenachweis ist nicht erforderlich. Hat man dann noch die nötigen „Connections“ und gewinnt eine „Ausschreibung“ für die Unterbringung von Hunden, so darf man – natürlich gegen sattes Entgelt – die Fundtiere „betreuen“. Folglich sitzen in den Vorständen dieser Tier“heime“ (es gibt welche mit bis zu 2000 ((!!!)) Hunden!) meist nur skrupellose Geschäftsleute. Denen geht es nicht um den Schutz der Tiere, sondern schlicht um den schnöden Mammon. Es besteht seitens der Tierheime gar kein Interesse daran, die Hunde artgerecht zu betreuen, denn jeder Hund bedeutet bares Geld. So werden nach wie vor die Tiere auf viel zu engem Raum untergebracht. Die Behandlung infektiöser Krankheiten, Impfungen oder gar Kastrationen kosten Geld und finden daher nicht statt. Die Betreuung und Versorgung beschränkt sich auf das Austeilen des Futters, welches meist aus einem Gemisch aus Essensresten örtlicher Hotels und Wasser besteht. Diese Tätigkeit ist nicht sehr anspruchsvoll und kann problemlos von den ein bis zwei fest Angestellten erledigt werden – die bei der Gelegenheit gleich die Kadaver derer beseitigen, die die Hölle nicht überlebt haben. Derweil streichen sich die Vorstände dieser Vereine Monat für Monat satte Gewinne in die eigene Tasche.

Wer glaubt, durch das Gesetz müsse sich ein solcher Zustand doch unterbinden lassen, der vergisst, dass Süditalien nach wie vor stark mafiöse Strukturen aufweist. Außerdem haben Tiere nur einen sehr geringen Stellenwert in der Bevölkerung. Diese Strukturen bricht man nicht so einfach auf.

Trotz der schlechten Vorzeichen gab Dr. Friz nicht auf. Sie hat sich nicht nur in Italien den Ruf einer engagierten, mutigen und hartnäckigen Kämpferin gegen das Tierelend erworben. Doch die Wahrheit ist oft unbequem. Spricht man sie aus (vor allem in solchen Ländern wie Italien), so macht man sich damit nicht nur Freunde. 

Doch Dr. Friz wäre nicht Dr. Friz, wenn sie das nicht zusätzlich motivieren würde.

Ihre Rechnung ist einfach: Ein Tierheim mit einer Kapazität von 600 Hunden kostet die zuständige Kommune 108.000 EUR im Monat (600 Hunde x 6 EUR x 30 Tage !!). Das sind im Jahr knapp 1,3 Millionen EUR! Mit einem Bruchteil dieser Summe könnte die Anzahl der Hunde an sich dauerhaft effektiv minimiert werden, wenn dieses Geld in Kastrationsprojekte gesteckt würde. Nachdem eine Langzeitstudie in einer Modellstadt diese Rechnung bestätigt hat, springen immer mehr Rathäuser auf diesen Zug auf – die Aktionen müssen jedoch vielfach noch aus Mangel an Geld zurückgestellt werden. Dabei ließe sich mit einem Bruchteil der Gemeindeausgaben für die Tier“heime“ diese auf die Dauer weitestgehend überflüssig werden lassen.

Um die Bedürfnisse auch entlegener Regionen besser zufrieden stellen zu können, erwarb die LPA vor kurzem einen mobilen OP-Raum. Im Fond eines Transporters steht ein richtiger OP-Tisch; alle nötigen Materialien, die zur Durchführung einer mobilen Kastration erforderlich sind, sind in Reichweite untergebracht. Gesponsert wurde das Gefährt durch die AISPA (The Anglo-Italian Society for the protection of Animals).

Was lediglich benötigt wird, ist ein Standort mit Strom und Wasser sowie einige fleißige Helfer, die die Situation vor Ort kennen und wissen, an welchen Stellen man streunende Hunde und Katzen einfangen kann.

Der Kampf mit den Behörden, allen voran der italienischen Tierärztekammer mit dem Ziel der offiziellen Zulassung dieses Kastrationsmobils ist eine Posse an sich. Auch hier ist pure Geldgier das Problem: Die Kammer fürchtet eine Konkurrenzstellung der Lega gegenüber den niedergelassenen Veterinären und wirft der Lega aufgrund der kostenlos angebotenen Kastrationen gar einen unlauteren Wettbewerb vor. Keinem kommt dabei in den Sinn, dass die herrenlosen Tiere wohl kaum freiwillig zum Tierarzt gehen und sich kastrieren lassen (von der Bezahlung der Veterinäre mal ganz abgesehen!). Soll heißen: Die Lega verdient damit kein Geld – im Gegenteil! Diese Aktionen müssen irgendwie finanziert werden. Dazu weiter unten.

Viele Tierfreunde können nicht nachvollziehen, warum die Lega dennoch Tiere nach Deutschland vermittelt, wiewohl sie gleichzeitig propagiert, dass der „Export“ der Heimtiere nach Deutschland das Problem nicht löst

Um dies zu verstehen, muss man sich der Lage vor Ort bewusst sein. Hauptaufgabe ist bekanntlich die Kastration der Straßenhunde und das Wiederaussetzen der Tiere in ihr bestehendes Rudel.

Dies passiert jedoch nur dann, wenn die Tiere

a)   kastriert, gechipt und tätowiert worden sind,

b)   keine Gefahr für Menschen und andere Tiere darstellen,

c)    gesund sind,

d)   sich ein „Pate“ vor Ort um die Betreuung der Tiere kümmert.

Letzteres ist in Italien selten ein Problem, da die Bevölkerung den Straßenhunden gegenüber häufig recht aufgeschlossen ist.

Doch immer wieder kommt es vor, dass sich die Lega um Tiere kümmern muss, die nicht in diese Kategorie fallen. Das kann

a)   die Mutter mit ihren Welpen sein, die bei einer Kastrationsaktion gefunden wird, sofern die Welpen sich noch nicht eingeständig versorgen können

b)   ein Rudel sein, was nicht mehr an seinen Ort zurück darf

c)   ein Hund sein, der nachts am Tor der Lega angebunden vorgefunden oder…

d)   …gleich über die Mauer geworfen wurde,

e)   ein Wurf Welpen in einem Karton, der vor der Lega abgestellt wurde

f)     …usw. usf.

Da leider gleichzeitig die Bereitschaft der Italiener, einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren, quasi nicht vorhanden ist (einen erwachsenen Hund gut zu vermitteln, ist so was wie 6 Richtige im Lotto), wächst die Zahl der von der Lega betreuten Tiere täglich. Würde man nicht hin und wieder einzelne Hunde ins Ausland vermitteln, so würde die maximale Aufnahmekapazität schnell überschritten.

Dies würde zu einer Minderbetreuung der Tiere führen und hätte bei einer Kontrolle durch die Behörden (die in diesen Fällen erstaunlicherweise sehr effektiv sind!) erhebliche Geldbußen zur Folge, was wiederum den Bestand des ganzen Zentrums gefährden würde

  Zur Vermittlung kommen dann auch nur Hunde und Katzen, die folgende Kriterien erfüllen:

Die Tiere müssen kastriert sein

Die Tiere müssen einen 5- bzw. 3-fachen Impfschutz aufweisen

Die Tiere müssen einen Chip tragen

Die Tiere müssen vom Amtstierarzt gemäß Binnenmarkt-Tierseuchenverordnung untersucht worden sein und einen Europäischen Tierausweis (Pet-Passport) besitzen

Die Tiere gehören nicht zu den Listenhunden in Deutschland („Kampfhunde“)

Die Tiere sind über einen Zeitraum von mind. 2 Monaten tierärztlich beobachtet worden und das Blutbild wies während der Zeit keine Auffälligkeiten auf

Die Hunde sind definitiv Leishmaniose-frei

Gerade die Leishmaniose nehmen die Leute von der Lega Pro Animale ganz besonders ernst. Die Krankheit wird vielfach (gerade in Tierschutz-Kreisen!) völlig verharmlost. Die Verordnungen verbieten die Einfuhr von LM-Hunden nicht eindeutig. Die Krankheit wird daher meist gar nicht richtig untersucht, denn diese Untersuchung kostet recht viel Geld. Diese LM-positiven Tiere sind jedoch selbst ohne Anzeichen des Ausbruchs der Krankheit immer eine Gefahr für andere Hunde (=> vgl. www.Leishmaniose.de).

Allein aus diesem Grund wird die LEGA PRO ANIMALE auch in Zukunft keinen LM-positiven Hund zur Vermittlung geben und geht damit über die gesetzlichen Bestimmungen der Tierseuchenverordnung hinaus.

Man muss sich vor Augen halten, dass in Italien (wie überhaupt in den Südstaaten Europas) alles anders ist. Die Tierschutzarbeit dort ist überhaupt nicht vergleichbar mit der hierzulande. Dauerhaften Erfolg kann man daher nur über breit gefächerte Aktionen unter Beteiligung eines möglichst großen Teils der Bevölkerung und der politisch Verantwortlichen erreichen.

Milde lächeln können wir daher nur über Mails wie diese (exemplarisch für so viele):
„Wir waren letzte Woche in einer Hotelanlage bei Livorno in Urlaub. Dort liefen abends immer so um die 10 Hunde herum und bettelten nach Futter. Die Hotelleute scheuchten sie immer nur weg. Wir haben ihnen schon mal was hingestellt. Insbesondere ein kleiner Jagdhund hat es uns angetan. Könnt Ihr da nicht mal hinfahren? Wir hätten gerne, dass der Kleine (Bild anbei) gerettet wird. Vielleicht könnt Ihr auch mal mit der Hotelleitung reden, dass die nicht immer das Futter wegwerfen. Hier die Daten: (…)“.

Nun, um solche Zustände zu sehen, brauchen wir nicht nach Livorno zu fahren. Würden wir dies auf Landstraßen tun (es sind ca. 500 km bis dorthin), würden wir an so vielen bedauernswerten Tieren vorbei kommen, dass wir etliche Tierheime damit füllen könnten. Damit wäre aber immer noch kein einziger Hund kastriert! Die Bevölkerung würde den Kopf schütteln über uns „komische Deutsche“ – und dem Welpensterben und den täglichen Qualen der Streunerhunde weiterhin tatenlos zusehen.

 In den Tier“heimen“ würden weiterhin die Seuchen ausbrechen und ganze Rudel auslöschen. Und die Tierheimleitungen würden sich weiterhin ihrer guten Verdienstmöglichkeiten erfreuen. Durch die laufenden Fütterungen würden die Weibchen in die Lage versetzt, noch mehr Welpen großzuziehen. Die wiederum weiteren Welpen zu zeugen in der Lage sind. Und prompt ist der eine freie Platz des „niedlichen kleinen Jagdhundes“ wieder x-fach besetzt. Die landen dann allenfalls in einem der Tier“heime“ und kosten der Stadt (und damit dem Steuerzahler) wieder täglich 6 EUR pro Tier. 6 EUR Zuschuss für ein sehr wenig erbauliches und meist recht kurzes Leben hinter Gittern ohne jede Chance auf ein „richtiges“ Zuhause.

Anders ausgedrückt: Man muss das Übel bei der Wurzel packen. Täglich sterben auf der Welt unzählige Haustiere einen grausamen Tod. Es ist einfach unmöglich, alle zu retten. Allein schon finanziell. Natürlich mag es unter Umständen für den dreibeinigen, alten und kranken Jagdhund, den man in einer aufwendigen und presse- und spendenwirksamen Aktion aus den fernsten Ländern einfliegt, um ihn in Deutschland zu operieren, der einzig sinnvolle Weg in ein schöneres Leben sein. Aber: Morgen geht es dort 500 neu gezeugten Welpen genau so (von den vielen schwer vermittelbaren Hunden in den deutschen Tierheimen ganz zu schweigen). Wäre es also nicht sinnvoller, das Schicksal, was diesen unschuldigen Hunden blüht, gleich zu verhindern? Die Hunde dort vor Ort kennen keine Kondome; sie folgen nur der Natur. Wir Menschen können denken – also sollten wir dies nutzen und umsetzen.

Das einzige, was hier hilft, ist, die Kommunen auf das Problem aufmerksam zu machen. Das ist Dr. Friz auch durch ihre sehr offensive Öffentlichkeitsarbeit gelungen. Ist die Kommune davon überzeugt, dass die ganze Aktion für sie zumindest kostenneutral ausgeht, kommen die Anfragen nach dem K-Mobil von ganz allein. Allein: Es fehlt an den nötigen Mitteln.

Womit das leidige Thema Finanzierung angesprochen ist. Obwohl Kastrationsklinik, ist die LEGA PRO ANIMALE dennoch keine Firma, sondern ein „Non Profit-Verein“. Die Finanzierung der laufenden Tierheim- und Klinikkosten setzt sich zusammen aus Spenden, den Einnahmen aus Vertragskastrationen in Kommunen und Einnahmen aus dem laufenden Betrieb der Kastrationsklinik. Denn jeder Normalbürger kann sein Tier bei der Lega gegen Gebühr kastrieren lassen – und finanziert so die Tierschutzarbeit mit. Im Jahr 2004 wurden z.B. 628 Kastrationen auf diese Art und Weise durchgeführt – dem stehen jedoch 1608 Tierschutz-Kastrationen von Straßentieren entgegen! 

Die reinen Kastrations- Selbstkosten werden dabei von der Lega – je nach Aufwand und Dauer- mit ca. 5 EUR (für einen Kater) bis 50 EUR (für eine Hündin) festgesetzt. 

Weitere Posten auf der Ausgabenliste sind die Gehälter der Mitarbeiter, Futter, Medikamente und Klinikzubehör mit ca. 25 %. Vervollständigt werden die Passiva mit Kosten für Energie und Wasser, Fahrzeug- und Transportkosten, Steuern / Versicherungen / Anwalt und Notar.

Bei der Umsetzung ihrer Ideen kooperiert die LEGA PRO ANIMALE eng mit vielen überregionalen und internationalen Dachverbänden. So mit dem DEUTSCHEN TIERSCHUTZBUND e.V., deren Italien-Vertreter Dr. Friz ist. Aber auch die AISPA („Anglo Italien Society for the Protection of Animals“) wird von Dr. Friz im Süden des Landes vertreten. Weiterhin besteht eine enge Zusammenarbeit z.B. mit der HUMAN SOCIETY INTERNATIONAL, sowie deutschen Tierschutzvereinen in Worms, Speyer, Baden-Baden, Mainz, Kirchheimbolanden, Solingen und Landsberg. Von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) kommt zwar keine finanzielle Unterstützung, aber dort ist man von der Methodik dermaßen überzeugt, dass man Amtstierärzte aus aller Welt zur LPA schickt, um dort Kastrationstechniken und den politischen Hintergrund zu erlernen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, dass diese Amtstierärzte die Idee in ihrem Land umsetzen. Jedoch: Jede Schulungsmaßnahme kostet die LPA rund 500 EUR. Aber dieses Geld ist bestens investiert, sind doch gerade die Amtstierärzte wichtige Multiplikatoren!

Um auch eine Anerkennung der gemeinnützigen Arbeit zu erhalten, wurde im November 2001 die „STIFTUNG MONDO ANIMALE“ ins Leben gerufen – eine Gemeinschaftsaktion von LEGA PRO ANIMALE und dem DEUTSCHEN TIERSCHUTZBUND e.V. Die Stiftung soll die ganze gesellschaftspolitische Aufklärungsarbeit noch mehr bündeln. Sie wird, so ist es in der Satzung festgelegt, „durch Ausbildung und Aufklärung alles tun, um den Respekt vor domestizierten Tieren zu fördern“. Das vernünftige Miteinander von Mensch und Tier braucht ein Beispiel. Hier soll es entstehen und vorgelebt werden!

Möglichkeiten gibt es genug: Doro Friz plant zum Beispiel, auf dem (in Aussicht befindlichen) Gelände der Stiftung ein Schulungszentrum zu errichten. Hier könnten alle Menschen, die irgendwie mit Tieren zu tun haben, in speziellen Seminaren auch praktisch unterrichtet werden. (Amts-)Tierärzte, Tierpfleger, Tierheim-Mitarbeiter, Zoofachhändler – potenzielle Besucher gibt es genug. Aber auch Lehrer! So ist Tierschutz zum Beispiel Bestandteil des Lehrplans in Italien. Ein Ziel, was die Lega zusammen mit der AISPA erreicht hat. Nur: Was können die Schüler von Lehrern erwarten, die zu dem zu lehrenden Stoff inhaltlich keinerlei Beziehung haben? Ihnen gibt man schon heute Unterrichtsmaterialien an die Hand. Mit der Stiftung wäre dies noch viel intensiver möglich. Auch könnten ganze Schülergruppen hier praktisch unterrichtet werden – z.B. im Rahmen eines Klassenausflugs. Denn gerade die junge Generation ist für einen Sinneswandel enorm wichtig – die Änderung des Verhaltens wird sich ohnehin nicht in einer Generation erreichen lassen.

Darüber hinaus soll für Tierfreunde die Möglichkeit bestehen, in dem Zentrum Urlaub mit ihrem Haustier zu machen. 

Dafür stehen die Appartements zur Verfügung, in denen sonst die Schulungsteilnehmer untergebracht werden. 

Diese sollen, so die Planung, jeweils rundum sicher eingezäunt sein. So hat der eigene Hund seinen Freilauf, ohne gefährdet zu sein oder gefährdet zu werden.

Es bleibt also noch viel zu tun. Wir, die LEGA PRO ANIMALE, wollen es schaffen. Wir sind dabei jedoch sehr auf Ihre Hilfe angewiesen – heute mehr denn je!

Wie Sie helfen können, erfahren Sie in den nachfolgenden Absätzen.  

 

Wie können SIE helfen?

PATENSCHAFT: Übernehmen Sie eine Patenschaft für die vierbeinigen Dauergäste der LPA. Den Betrag legen Sie selbst fest. Sie erhalten eine Urkunde, die Sie als Pate ausweist und mind. 1 x jährlich einen Bericht über „Ihren“ Schützling!

TRANSPORT: Übernehmen Sie auf Ihrem Weg in den Urlaub Gegenstände, die zur LEGA transportiert werden müssen. Oder nehmen Sie auf dem Rückweg einen Vierbeiner mit nach Deutschland / Österreich / Schweiz.

FAHRZEUG: Für das Einsammeln von Spenden und den Transport nach Italien suchen wir dringend einen Transporter oder Kleinlaster. Leihweise oder als „Endlösung“. Jede Idee kann hier sinnvoll sein! Lassen Sie uns miteinander sprechen!

ÄRZTE / KLINIKMITARBEITER: Wir suchen lfd. Klinikzubehör und –bedarf. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht das resorbierbare Nahtmaterial (selbstverständlich auch mit abgelaufenem MHD).

SPENDEN: Futterspenden, Tierbedarf jeglicher Art, kochbare Wäsche (…) sind immer willkommen. Aber auch Baumaterialen (bitte Bedarf absprechen) können uns sehr stark helfen, über die Runden zu kommen.

VERMITTLUNG: Helfen Sie uns, unsere Tiere zu vermitteln. Geben Sie unsere Homepage www.legaproanimale.de an Tierfreunde weiter, die auf der Suche nach einem neuen Hund sind.

PFLEGESTELLE: Stellen Sie sich, Ihr Zuhause und Ihr Wissen zur Verfügung. Bieten Sie sich als Pflegestelle bis zur endgültigen Vermittlung für einen unserer Schützlinge an.

ARBEITSFERIEN: Wer bei der LPA im Urlaub unendgeldlich bei der Bewältigung der vielen kleinen und großen Aufgaben helfen möchte, ist herzlich willkommen. Besonders gefragt sind handwerklich begabte Menschen, Gärtner und natürlich Tierfreunde, die Erfahrung im Umgang mit diesen haben.

KASTRATIONSPATE: Übernehmen Sie die Kosten für eine Kastration oder finanzieren Sie den Kastrationskurs eines Tierarztes. Auskunft hierüber bei Dr. Friz, s. unten).

WERBUNG: Reden Sie über unsere Arbeit, damit die Schar der Gönner immer größer wird. Materialien erhalten Sie gerne bei uns.

TESTAMENT: Wenn Sie noch über Ihren Tod hinaus den Tieren in Süditalien nachhaltig helfen möchten, fragen Sie Ihren Anwalt, wie Sie dies in Ihrem Testament ausdrücken können.

?????????: Haben Sie eine andere Idee, wie Sie uns helfen könnten? Reden wir darüber!

 

Spendenkonto in Deutschland:

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Sparkasse Bonn

BLZ: 380 500 00

Konto: 40 444

Bei „Zweck“ UNBEDINGT „für Lega Pro Animale“

oder „für Stiftung Mondo Animale“ angeben!

 

Anschrift der LEGA PRO ANIMALE:

LEGA PRO ANIMALE 

Dr. Dorothea Friz 

Via Mario Tommaso 

I-81030 Castel Volturno (CE) 

Tel. und Fax: (0039)0823-859552

www.lega-pro-animale.de

www.fondazionemondoanimale.com

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