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Luna

Unsere Luna

Es begann alles im Sommer 2001, während einem tollen Urlaub in Italien. Wir hatten ein kleines Ferienhaus in einer wunderschönen Gegend gemietet. Von der Terrasse aus hatten wir einen herrlichen Ausblick auf den Garda-See. Dort saßen wir oft und genossen einfach nur die Ruhe und die malerische Landschaft. So auch an diesem besonderen Nachmittag!  

Marlene und Esther
Traumhafter Urlaub in Italien

Es war ziemlich heiß, doch wir hatten es uns im Schatten mit ein paar kühlen Getränken gemütlich gemacht ... als plötzlich eine Herde Schafe direkt neben unserem Ferienhaus vorbei zog. Amüsiert beobachteten wir, wie die Schafe sich rund um das Haus verteilten und nach etwas Fressbarem suchten. Wir hielten Ausschau nach dem Schäfer der Herde und sahen ihn den Berg hinauf steigen. Es war ein sehr alter Mann ... die Schweißperlen liefen ihm durchs Gesicht. 

Unser Ferienhaus am Garda-See.
Unser Ferienhaus in Garda 

Plötzlich fühlten wir uns unwohl ... während wir faul auf der Terrasse im Schatten saßen, quälte sich der alte Mann bei dieser Hitze den Hang hinauf. So entschlossen wir uns dem Schäfer wenigstens etwas zu trinken anzubieten. Allerdings hatten wir nicht bedacht, dass nicht alle Italiener der deutschen Sprache mächtig sind. Doch mit Handzeichen konnten wir uns verständlich machen. Der alte Mann nahm dankend unser Angebot, bei uns eine kurze Pause zu machen um etwas zu trinken an. Noch während wir uns mit Händen und Füßen versuchten verständlich zu machen sahen wir sie ... die Hütehunde seiner Schafherde. Uli und ich starrten auf die wunderschöne Hündin mit ihrem kleinen Welpen. Fast hätten wir vergessen, dem Schäfer etwas zu trinken zu bringen, so begeistert waren wir von seiner Hündin. Sie war groß, kräftig und hatte einmalig schönes grau-schwarz gestromtes Fell ... sie hatte irgendwie etwas uriges, wolfsähnliches. Noch nie in unserem Leben hatten wir so einen schönen Hund gesehen ... ein Traumhund ... und dann dieser kleine Welpe ... knuffig und drollig wie alle kleinen Hunde ... und man konnte schon ahnen, was für ein toller, stolzer, bildhübscher Hund einmal aus ihm werden würde.

Noch während der Schäfer in schnellen Zügen sein Glas leer trank waren Uli und ich uns einig .... so einen Hund möchten wir einmal haben. Wir überlegten, wie wir den Schäfer fragen könnten, ob er den kleinen Hund verkaufen würde ... doch eigentlich war uns klar, das er keinen dieser wunderbaren Hunde abgeben würde. So wollten wir doch wenigstens die Hunde einmal streicheln oder ein wenig mit dem kleinen Welpen schmusen. Wir versuchten dies dem Schäfer verständlich zu machen, doch dieser schüttelte heftig den Kopf, sagte nur „ No, no, Madre !“ und gab uns zu verstehen, das die Hündin böse würde, sobald man ihrem Welpen zu nahe kommt. Dann nickte er uns freundlich zu und zog mit seiner Herde und diesen zwei wunderschönen Hunden weiter hinauf in die Berge. Uli und ich starrten ihnen noch lang wie verzaubert hinterher.

 Blick aus unserem Ferienhaus auf den Garda-See.
Blick aus unserem Ferienhaus auf den Garda-See

Dieses Erlebnis sollte einiges in unserem Leben verändern. Eigentlich hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt nie überlegt, einen zweiten Hund anzuschaffen. Wir hatten ja schon unseren kleinen Marco, einen Zwergdackel, der nun schon seit 10 Jahren zu unserer Familie gehört.

Marco
Unser Marco ... noch ohne vierbeinige Freundin

Doch nun war klar ... sollten wir noch einen zweiten Hund bekommen, dann solch einen Traumhund wie wir ihn in Italien gesehen hatten. Doch was war das nur für eine Rasse? Wir fragten Bekannte und suchten in Hundebüchern ... leider ohne Erfolg. Doch wozu hat man Internet und wofür gibt es Suchmaschinen ?! Tatsächlich wurden wir fündig. Es war das erste mal, dass wir Fotos von Hunden fanden, die unserem italienischen Traumhund ähnlich sahen. Der Bardino! Heute wissen wir, dass diese Hunde, die wir damals am Garda-See sahen, natürlich keine Bardinos waren ... welche Rasse es war, weiß ich leider bis heute nicht... doch es war das gleiche, stolze, urtypische Aussehen... dieses einmalig schöne, gestromte Fell, was uns an diesen Hunden so sehr begeisterte.

Durch unsere Suche im Internet erfuhren wir dann auch von dem großen Elend der Hunde im Auslan und von da an war uns klar, unsere zweiter Hund soll ein Straßenhund sein .... und vielleicht sogar ein Bardino.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts von diesem vielen armen Straßenhunden im Süden wusste. Entsetzt durchforsteten wir viele Tierschutzseiten im Internet ... und wir sahen Fotos und lasen Geschichten, die ich zuvor niemals für möglich gehalten hatte. Mittlerweile stand die Hunderasse bei uns nicht mehr im Vordergrund, an erster Stelle wollten wir jetzt einem Hund aus dem Süden helfen. Wir hatten mittlerweile soviel traurige Hundeschicksale im Internet gesehen, überall soviel notleidende Tiere ... eigentlich wussten wir nun gar nicht mehr, welchen Hund wir nun aufnehmen sollten, denn am Liebsten hätten wir allen geholfen.

Frau Griesand von der THF erzählte uns dann von einer kleinen Bardina, LUNA, ca. 4 Monate, die im Tierheim auf Fuerteventura auf ein Zuhause wartete. Wir überlegten nicht mehr lange, denn unser Gefühl sagte uns, diese kleine Hündin gehört zu unserer Familie. Leider gab es kein Foto von der kleinen Bardina, aber das war uns egal, Hauptsache wir konnten einer armen Maus helfen und ihr hier bei uns ein sorgenfreies, schönes Leben ermöglichen. Nachdem die Vorkontrolle bei uns gemacht wurde, teilte man uns mit, dass Luna am 09. März 2002 nach Deutschland ausfliegen konnte.

Fürchterlich nervös standen wir am Flughafen in Düsseldorf. Da wir ja nicht genau wussten, wie unser neues Familienmitglied aussieht, waren wir natürlich besonders gespannt. Es war alles so aufregend, ein unvergesslicher Tag. Wir öffneten die Flugbox, da stand sie vor uns, UNSERE LUNA ! Endlich war sie da ... und es war wie ein Wunder ... wir konnten es kaum glauben, dieser kleine Hund, der uns mit seinen wunderschönen, bernsteinfarbenen  Augen so liebevoll anschaute, sah aus wie der Hund am Garda-See ... unser Traumhund! Schicksal?! Ja ... wir glauben fest daran!

  Luna, 4 Monate jung   Luna, 4 Moante jung
Unsere Luna, 4 Monate jung

Alles, was wir zuvor von den spanischen Hunden gelesen hatten bewahrheitete sich. Luna ist eine überaus freundliche, kinderliebe, intelligente, soziale Hündin ... einfach der perfekte Familienhund und die beste Freundin die man sich vorstellen kann.

Niemals haben wir bereut, dass wir Luna in unsere Familie aufgenommen haben ... auch nicht, als wir im Mai 2002 die erschreckende Nachricht von unserem Tierarzt bekamen, dass Luna schwere HD Hüftgelenksdysplasie hat. Beide Hüftgelenke sind stark missgebildet. Der Tierarzt sagte uns, dass Luna ohne eine OP nicht mehr lange laufen kann.

  Esther und Luna
Esther und Luna

  Natürlich war diese Nachricht ein schwerer Schock für uns alle. Über Krankheiten hatten wir uns ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Es flossen viele Tränen und unsere ganze Familie hatte große Angst um unsere Luna. Von Morgens bis Abends überlegten wir, was wir tun könnten um ihr zu helfen. Wir rannten wir von einem Tierarzt zum anderen und erkundigten uns über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Dabei erfuhren wir von der Goldakupunktur. Diese Therapie ist ein einmaliger Eingriff und hilft bei ca. 95 % bei Gelenkbeschwerden infolge einer Hüftgelenksdysplasie.  

Luna ging es mittlerweile von Tag zu Tag schlechter, selbst ein Spaziergang von 5-10 Minuten wurde ihr zuviel. Jeder Schritt bereitete ihr Schmerzen. Luna tat uns unendlich leid! Wir wussten, wir mussten etwas tun, so schnell wie möglich. Luna wurde dann am 02. August in Elz, in der Tierarztpraxis Strauß & Welk mit einer Goldakupunktur behandelt. Ein großes Lob auch an dieser Stelle an Frau Welk, die Luna hervorragend geholfen hat und ein herzliches Danke an die THF die uns in dieser schweren Zeit sehr geholfen hat.

Luna ist heute wieder ein fröhliches Hundemädchen. Sie kann endlich wieder schmerzfrei rennen, toben und mit anderen Hunden spielen ... das ist unsere größte Freude ! 

  Luna spielt mit Hundefreund Mo
Luna mit Hundefreund Mo

Luna ist etwas ganz Besonderes für uns und das wird auch immer so bleiben. Luna ist eine äußerst sensible, einfühlsame, liebe und intelligente Hündin ... manchmal glaube ich wirklich, sie kann unsere Gedanken lesen.

 Luna ist die beste Freundin von unseren 3 Töchtern .... und für uns ist sie die Erfüllung eines großen Traums, einfach das Beste was uns passieren konnte !!

Bardino -Mix Luna

Unsere Luna - einfach ein richtiger Traumhund!

*Neuigkeiten Juni 2004* 

Am 05. Juni 2004 hat unsere Luna bei der Hundesportgruppe Schmallenberg die Begleithund-Prüfung bestanden !

Gruppenfoto / Begleithund-Püfung

Auf dem Foto sehen Sie die drei Begleithund-Teams (Luna ganz links), die vier Team-Testler, ein Fährte-Team, den Leistungsrichter und den Prüfungsleiter.

Gruppenfoto Begleithund-Prüfung / Verkehrsteil

Gruppenfoto in Fleckenberg -  Auch den Verkehrsteil haben die 7 Teams (Luna mit Frauchen rechts auf dem Foto) erfolgreich bestanden.

Überreichung der Urkunde

Luna & Frauchen bekommen von dem Leistungsrichter Jürgen Knappe (links) und dem Prüfungsleiter Martin Hermes die Urkunde überreicht !

Margit & Luna

Wir sind natürlich jetzt mächtig stolz auf unsere spanische Begleithündin Luna .... aber das wir eine ganz besonders tolle Hündin haben und ein super Team sind, das wussten wir natürlich schon immer!

(Januar 2013) 

Nach 11 gemeinsamen Jahren mussten wir Luna nach kurzer schwerer Krankheit (Lungenkrebs) einschläfern lassen. Sie fehlt uns sehr!

"Seelenhunde hat sie jemand genannt.... Sie sind unvergessen, weil sie unser Leben verändert haben und auch nach ihrem Tod in uns weiterleben.
Wir spüren es in unserem Denken, unserem Handeln, in unserem Fühlen.
Seelenhunde hat sie jemand genannt.... Jene Hunde, die es nur einmal gibt in unserem Leben, die wir begleiten durften und die uns geführt haben auf andere Wege.
Seelenhunde hat sie jemand genannt..... Jene Hunde, die wie ein Schatten waren und die Luft zum Atmen, jene Hunde, die uns ohne Worte verstanden haben.
Kein Tag vergeht ohne an sie zu denken ohne sie zu vermissen."
 

Unendlich traurige Grüße

Familie Krämer - Jasaraj

inselhunde@aol.com

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