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Vera

Vera

Mitte 2005 reifte bei uns der Gedanke, dass wir uns einen Hund zulegen möchte. Die Vorstellung zum Thema der Rasse gingen jedoch zwischen meinem Freund und mir ziemlich auseinander. Einig waren wir uns lediglich darüber, dass es kein kleiner Hund sein soll. Aber welcher genau....??? Keine Ahnung! Also zunächst mal auf ins Internet und wild durchs Netzt gesurft! Bei der ganzen Surferei stieß ich dann auf die Seite der Tierhilfe Fuerteventura! Hunde über Hunde und einer schaute treuer als der andere! Mir fielen jedoch immer wieder die Bardino's ins Auge. Aber ein Bardino? Was ist das überhaupt für ein Hund. Wie fast jeder hier, hatten auch wir darüber noch nie etwas gehört! Galgos und Podis ja, die kannte man aber Bardinos... Ich stieß dann auf diese wunderschöne Seite hier mit so vielen Informationen, dass ich gar nicht genug davon bekommen konnnte und immer mehr wissen wollte. Der Gedanke war gereift und die Rasse gefunden! Ein Bardino sollte es sein. Freund und Kamerad, Begleiter und Wächter, Schmuser und eigensinniger Starrkopf! Das war etwas, was zu uns paßt! Also wieder zurück zur Tierhilfe Fuerte. Dann ging eigentlich alles ganz schnell! Nach der Kontaktaufnahme und einer ausführlichen Erklärung, welche Eigenschaften "unser Hund" haben sollte, konnte die Auswahl bereits eingegrenzt werden! Ich kam mir ein bisschen schäbig vor, ein Lebewesen wie im "Katalog" auszusuchen und quasi zu bestellen; mir wurde jedoch immer wieder versichert, dass es ja auch nicht im Sinne der Tiere sei, wenn man "mal gerade eben" einen Hund nach Deutschland holt um dann festzustellen, dass er von Art und Charakter überhaupt nicht paßt.

Die Wahl fiel dann auf Vera. Ich muß gestehen, sie war die 2. Wahl doch im Nachhinein betrachtet bereuen wir es zu keinem Moment!

Das Bild war eher wenig aussagekräftig und auch die Aussage, sie sei bereits einmal "auf der Insel" vermittelt gewesen und hätte den Besitzern dort die Wohnung zur Achterbahn gebaut ließ uns stocken! Nach eingehender Beratschlagung und vielen Gesprächen sollte es nun aber Vera sein und wir würden das schon schaffen.


Bild auf der Seite der Tierhilfe

Am 18.12.2005 war es dann soweit und Vera kam im Alter von 9 Mon. von Fuerte eingeflogen. Und als wir in die Box schauten und in die kastanienbraunen Augen sahen, war es auch schon um uns geschehen. Die Heimfahrt gestaltete sich als völlig problemlos. Vielleicht aber auch deshalb, weil wir einfach und unkompliziert von Anfang an mit ihr umgegangen sind. Was sagt man auch zu einem Hund, der am Flughafen ins Auto springen soll? "Hopp" natürlich! Und Vera machte Hopp, rollte sich ein und verschlief die Autofahrt bis nach Hause. Zu Hause angekommen, war es nicht anders. Sie durchstöberte die Wohnung und suchte sich spontan ihre Lieblingsplätze aus. Der neu erworbene Korb war sofort ihr ein und alles und auch das Spielzeug wurde sofort in Beschlag genommen.

Das angebliche Problem mit dem nicht alleine bleiben und die Wohnung umbauen hat es niemals gegeben. Nach ca. 14 Tagen haben wir sie zum ersten mal alleine in der Wohnung gelassen und sind zum Nachbarn gegangen. Und weil wir ja neugierig waren, was sie wohl anstellt, haben wir eine Web-Cam installiert und sie damit gefilmt! Es war der langweiligste Film unseres Lebens. Vera lag im Korb und schlief! Kein Wimmern und keinen Unsinn! Was will man mehr!

 

Sie geht mit uns überall hin und wo unser Hund nicht hin darf, da gehen wir auch nicht hin! Viele Leute behaupten, wir hätten halt "Glück gehabt" und es hätte uns auch anders treffen können. Ich stehe jedoch auf dem Standpunkt, dass wir durch unsere genaue  Vorstellung von dem, wie unser Hund sein soll und durch das Einholen von Informationen über diese Rasse genau das gefunden haben, was zu unseren Bedürfnissen am besten paßt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle auch noch mal ganz herzlich bei der Tierhilfe Fuerteventura und Frau Wilhelm für die nette Betreuung bedanken! :-) Ihr Wachinstinkt hat sich inzwischen ausgeprägt und Fremde werden an der Haustür nicht unbedingt freudig von ihr begrüßt aber das ist eine Eigenschaft die uns vorher bekannt war. Fremden gegenüber tritt sie bis heute distanziert entgegen und sich sucht sich ihre Leute aus. 

Inzwischen leben in unserer Umgebung etliche Bardinos und man hat das Gefühl als bestünde zwischen dieser Rasse eine unsichtbare Verbindung. Sobald sie aufeinandertreffen, beginnen sie wie wild zu spielen und rennen in atemberaubender Geschwindigkeit über die Wiesen!

Uns wurde geraten, in die Hundeschule zu gehen. Das haben wir dann auch getan. Durch unser eigenes tägliches Training mit dem Hund stellte sich jedoch ziemlich schnell heraus, dass Vera von Hundeschule nicht viel hielt und völlig gelangweilt war. Nach 20 Min. fing sie an zu gähnen, kratzte sich und war nicht mehr aufmerksam. Sitz, Platz, Bleib... so, und was machen wir jetzt?

 

Als nächstes werden wir wohl mal Agility in Angriff nehmen, um sie auch kopfmäßig auf trab zu halten, da Spaziergänge allein diese Rasse nicht wirklich fordern!

Ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht einen kleinen Einblick darin geben, dass es sich lohnt, sein Herz an einen Bardino zu verschenken! Sie geben es 1000fach zurück!

Viele Grüße aus Siegen senden Alex & Lars mit Vera

E-Mail: Elflein@aol.com

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